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Archiv-Foto: Namika "Lieblingsmensch", "Je ne parle pas francais" am Welche Rolle Tschernobyl in seinem Leben spielt, was ihn an Bali fasziniert u. Vier Monate lang wie vom Erdboden verschluckt.


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Namika ist durch die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre künstlerisch gereift. Genau so klingt das Album nun auch: Leicht, bouncy, scheinbar mühelos.

Connie
Jahre 23

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Namika singt und rappt über Liebe, Identitäten und die schmerzhafte Erfahrung, ohne Vater aufgewachsen zu sein. Was willst du damit ausdrücken? NAMIKA: Ich habe daraus mein eigenes Mantra entwickelt. Selbst wenn ich etwas für nichts gemacht habe, habe ich es gern gemacht.

Hast du mit deiner Mutter viel über deinen Vater gesprochen? NAMIKA: Ich habe meine Mutter natürlich befragt, und sie hat mir die Geschichten erzählt, mit denen ich dann den Song schreiben konnte. Als Kind hat mir eine Hälfte gefehlt.

Ohne dieses verloren gegangene Puzzlestück gab es für mich kein ganzes Bild. NAMIKA: Er stammt aus Marokko, aus einem relativ wohlhabenden Elternhaus. Er musste nie wirklich arbeiten.

Und dann kam er nach Deutschland; ein Land, das vom System her komplett anders funktioniert. Hier musste er feststellen, dass er keinen Anschluss findet. Er kam nicht damit klar, dass man in Deutschland im Prinzip nichts ist, wenn man nicht arbeitet. Meine Mutter hat die Miete bezahlt, als sie noch schwanger mit mir war.

Es war ihm alles zu viel, nehme ich an. Auf einmal war er verschwunden; auch kein Privatdetektiv hat ihn aufspüren können. Es fiel mir schwer, den Song zu schreiben.

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Aber ich wollte dieses Thema endlich abhaken. Und ich möchte Menschen Mut zusprechen, denen es ähnlich ergeht. Schlechte Verhältnisse müssen kein Hindernis für Glück sein. NAMIKA: Als er aus dem Gefängnis kam, wurde bei ihm Krebs diagnostiziert und er wollte uns zurückhaben.

Noch nicht mal er selbst kam zu uns, sondern sein Schwager. Der hat damit gedroht, dass mein Vater mit Anwälten und dem Königshaus vernetzt sei. Er würde mich sogar kidnappen. NAMIKA: Die eine Hälfte fehlt mir bis heute. Meine Mutter hat versucht, diese Lücke mit sehr viel Liebe zu füllen, aber man braucht wohl einfach einen Vater. Heute kann ich anders damit umgehen und vielleicht werde ich seine Perspektive verstehen, wenn ich einmal selbst Kinder in die Welt setze.

Ich vermute, er war namika rostock noch viel zu sehr Kind, um ein Vater zu sein. Dafür habe ich heute ein wenig Verständnis. Als Kind war ich hingegen wütend auf ihn, auch mal traurig. Aber jetzt kann ich mein Leben selbst gestalten und bin von niemandem abhängig. NAMIKA: Ich habe sehr spielerisch mit Fantasie-Englisch angefangen. Mit meinem Cousin, der einen Monat jünger ist als ich. Mein Cousin hat die Beatbox gemacht und ich habe gerappt.

NAMIKA: Mit der Zeit habe ich es ernster gemeint. Dazu gehörte auch richtiges Songwriting und nicht nur gute Flows und gutes Beatboxing. Viele Künstler, die ich mochte, haben mich dazu gebracht, Hip-Hop zu hören und zu verstehen.

Unter anderem Lauryn Hill, Missy Elliott, Busta Rhymes, 2Pac und The Notorious B. Meine Tante hat mich zum Hip-Hop gebracht, sie ist zehn Jahre älter als ich und hat immer coole neue Musik mitgebracht. Später habe ich mir mit Freunden eigene Musikstudios gebaut. Wir haben Mikrofone aufgestellt und die Wände mit Eierkartons schalldicht gemacht. Du hast die Werke von Brecht und Goethe gelesen.

Was hat dich daran fasziniert? NAMIKA: Ich habe sie in der Schule gelesen und mochte alles, was mit Lyrik zu tun hat und einen Kunstbezug hatte. Deutsch war eines meiner Lieblingsfächer, gerade wegen des kreativen Aspekts. Ich wäre aber nicht von allein darauf gekommen, mir Bücher von Goethe und Schiller zu kaufen und diese zu Hause schön im Bett durchzulesen. Es war anstrengend, zu verstehen, was sie da sagen wollen, weil es eine alte, sehr hoch gestochene Sprache ist. SZENE: Hat dir Goethe dabei geholfen, eine gute Ra pperin zu werden? NAMIKA: Vielleicht hat er mich weniger geprägt, aber ich fand Goethe cool.

Es hat mich sehr beeindruckt, dass jemand zu der Zeit ein ganzes Buch in Reimen geschrieben hat. Ich habe mich mit ihm in dieser Hinsicht identifizieren können. Auch wenn ich jede Seite dreimal lesen musste, um den Inhalt zu verstehen. NAMIKA: Ich habe immer sehr gemischte Musik gehört und auch Mary J. Blige, die Spice Girls und Mariah Carey gefeiert. Deshalb singe ich auch viel in meinen Songs und rappe nicht nur.

NAMIKA: Die Musik in Marokko hat mich immer sehr interessiert.

Sie hat eine ganz andere Rhythmik und Noten, die es im europäischen Notensystem gar nicht gibt. Sie ist sehr tanzbar, weshalb sie auch Einfluss auf meine Musik genommen hat. SZENE: Du bist zwischen zwei Kulturen aufgewachsen.

Empfindest du es als aufregend, an verschiedenen Orten zu Hause zu sein?

Namika & arne simon

NAMIKA: So ist es. Ich habe immer die Sommerferien in Marokko verbracht und mir dort sechs Wochen lang den Hintern flach gesessen. Das mochte ich sehr gerne.

Weil die Kinder nicht die schicksten Spielzeuge hatten, haben sie sich einfach ein Spiel ausgedacht - mit Steinen. Während wir in Europa immer auf der Jagd nach der neuesten Barbie waren. NAMIKA: Diese Frage kann ich nicht fundiert beantworten.

Namika & arne simon

Mein Cousin zum Beispiel studiert dort. Dadurch gibt es die Möglichkeit, mit einem Visum nach Europa zu kommen, um hier weiterzustudieren. Ich habe den Eindruck, dass viele das nicht nutzen können aus den verschiedensten Gründen. NAMIKA: Meine Mutter war allein erziehend. Sie musste jobben.

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Währenddessen war ich oft bei meiner Oma. Nachdem meine Mutter wieder schwanger geworden war, konnte sie nicht mehr arbeiten und war aufgrund der Kinder auf Geld vom Staat angewiesen. Materiell hatten wir nicht viel, aber Liebe war immer da. NAMIKA: Unser Schulhof sah sehr bunt aus und wir haben uns untereinander super verstanden.

Wir hatten sogar einen eigenen Slang. Mit Wortneuschöpfungen und Abkürzungen. Wir dachten, wir seien super kreativ und kein anderer Mensch würde uns verstehen. Das war im Prinzip wie Rap. SZENE: Welche Rolle spielte dein Migrationshintergrund in deiner Kindheit und Jugend? NAMIKA: Keine nennenswerte. Oder ein verbitterter alter Mann in unserer Siedlung sagte solche Sachen. Aber den konnte man nicht ernst nehmen. Ich hatte eine tolle Kindheit, auch wenn die Umstände mir manches erschwert haben.

SZENE: Hast du dich zu "Roboterliebe" von der deutschen Elektronikband Kraftwerk inspirieren lassen? NAMIKA: Nein.

Den Song habe ich geschrieben, weil mir aufgefallen ist, wie rasant die Zeit verfliegt und wie sehr alles im Wandel ist. Dauernd gibt es neue Dinge und die Welt ist krass digitalisiert worden. Ich habe noch beide Welten mitbekommen, die analoge und die digitale. Ich habe mit Gameboys gespielt und mit 14 mein erstes Nokia bekommen. Heute hingegen bekommen Kinder mit 10 ihr erstes iPhone.